Nach einem fast 14 stündigen Flug (Tokyo-London und London-Düsseldorf) betrat ich wieder deutschen Boden unter den Füßen.
Nun ist es Zeit für ein Resümee des Aufenthaltes:
Wo soll man da anfangen?
Zu allererst: es war eine richtig gute Erfahrung und Entscheidung nach Japan zu fliegen.
Das Land bieten sehr unterschiedliche Sachen zu erleben und zu entdecken und als Alleinreisender ist es das perfekte Land.
Zum Hotel:
Das Hotel ist typisch für Japan klein. Allerdings wozu benötigt man ein größeres Zimmer, wenn man eh nur knapp 7 Stunden sich dort aufhält um zu schlafen. Auch ein Zimmerwechsel (was ich ja am ersten Tag schon schrieb) hätte nicht viel gebracht, da dieses Zimmer 1 m² größer gewesen wäre.
Das Hotelpersonal war wie typisch in Japan sehr freundlich und hilfsbereit in jeglicher Lage. Sei es ein Stromadapter oder einfach nur 2 Seiten zum drucken (Boardkarte für den Rückflug).
Frühstück war reichlich und hatte fast alles was man braucht. (Auch warme Würstchen und Reis). Ich hingegen blieb bei Brötchen, Toast und Müsli. (Warme Sachen zum Frühstück –> nein danke)
Tokyo als Stadt:
Wow. Unglaublich was die Menschen in Tokyo jeden Tag erschaffen. Ich muss es immer und wieder betonen: So eine saubere, sichere und gut organisierte Stadt habe ich noch nicht erlebt.
(Anmerkung: Allerdings kann dies auch nach hinten los gehen, so wie es meine Kollegin mir erzählt hat. Und zwar ist Tokyo, bzw. Japan so durchorganisiert, das es nur einen Plan A gibt. Sollte dieser Plan nicht funktionieren, so meine Kollegin, gehen die Japaner unter. Somit war nach dem schweren Erdbeben im März einen Tag später (fast) alles wieder beim normalen Alltag. Denn, so ein Zitat, „Was wollt Ihr denn zu hause?“ Denn Japaner kennen nur das Arbeiten in der Woche. Am Wochenende wird auch das normale Programm abgespielt (Laufen im Park etc. pp). Sollte aber etwas dazwischen kommen, so wüsste niemand was zu tun sei.)
Überall stehen Leute, die aufpassen, dass nichts passiert. Sei es jetzt irgend eine Straßenrenovierung oder auf dem U-Bahnsteig. Hier kann sich Deutschland wirklich eine Scheibe abschneiden, denn so verringert man auch die Arbeitslosenzahlen. (Was natürlich zu steigenden Preisen bei Bus und Bahn führen würde…)
Als einziges Problem sehe ich nur das verwinkelte U-Bahn System so wie die Straßen ohne Namen. Somit ist eine Orientierung nur schwer möglich. Zwar gibt es die Tafeln an den Stationen, doch der Rückweg ist nicht mehr so einfach, da es dort keine Schilder mehr gibt. Nunja das heißt also: Weg merken und zurück versuchen die verwinkelten Straßen wieder zu finden.
Zudem denkt man manchmal, dass Japaner zu oft die Matrix gesehen haben. Wenn man sich in der U-Bahn oder auf der Straße umsieht, so sieht man eigentlich fast keinen, der nicht im Anzug rumläuft. (Da fällt man schon im T-Shirt oder Pullover auf)
U-Bahn:
Schon einige Male angesprochen. Das Zurechtfinden in der U-Bahn fällt einem anfangs sehr schwer. Nich nur die vielen Ein-und Ausgänge können einem zu schaffen machen. Auch die Temperaturen sind für meine Begriffe noch extremer als in anderen U-Bahnen (Ich wollte schon alles ausziehen und sah mich dabei um –> Japaner in voller Montur (Anzug) oder aber auch Jacken) . Zudem sollte man keine Platzangst haben und keine Angst vor Menschen (auch nicht vor denen mit Mundschutz). Ich kam einmal in eine Rushhour und es ist schon ein beklemmendes Gefühl (auch wenn es noch nicht so schlimm war, dass von außen gedrückt wurde).
Automaten in Toyko (Oder: In Japan kannst du nicht verdursten):
Ja es ist war. Alle 50 Meter steht ein Automat, der einem Wasser und andere (zum Teil) entsetzliche Getränke (kalt oder warm) anbietet.

Anmerkung: Durch Zufall entdeckte ich auch mein Wasser Nr. 1 in einem Automaten in einer U-Bahn Station.

Nachdem ich dies wusste und meine Kollegin mir einen heißen Tip gegeben hatte, wusste ich auch den richtigen Supermarkt der dieses Wasser führt. Herrlich endlich Wasser zu haben, welches nicht nach nichts schmeckt.
Wenn wir schon beim Trinken sind:
Toiletten in Japan:
Zu aller erst: Ja es gibt auch altmodische Toiletten ala Italien –> Loch im Boden) aber: in einer so technisierten Welt darf es sowas nicht mehr geben –> also gibt es Toiletten, die natürlich Spielereien haben. Die Hoteltoilette hatte leider nur 2 Spielereien. –> Beim ersten Sitzen floss automatisch ein wenig Wasser und zum anderen das eingebaute Bidet. Aber es gibt noch viel mehr Funktionen: Massage, Bidet + Föhn, Sitzheitung, Musik, Dufteinsauger und automatische Deckelschließung. (Hoffe nichts vergessen)
Für die nicht Japaner gab es netterweise auch eine Bedienungsanleitung:


Als kleinen Abschluss kann man sagen:
Ja es war eine schöne Zeit. Und ja immer wieder gerne und ja ich würde auch dort wohnen aber –> Die Sprache ist das größte Problem.
Also bleibt die einzige Lösung –> Urlaub. Vielleicht das nächste mal auch durch das Land reisen und Kyoto oder Yokohama besichtigen.
Ansonsten: Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal 🙂
(Im Moment fällt mir nicht mehr ein)
