Da ich gestern zwanghaft bis zum Chinesischen Abend wachgeblieben bin, schlief ich um 10 Uhr wie ein Stein – und das bis 07:30 als der Wecker klingelte.
Also Jet-Leg einigermaßen überstanden. Allerdings tat sich ein anderes Problem auf. Auf den beiden Flügen – Wien – London – London – Peking bekam ich eine Art Druck auf den Ohren, welcher nicht verschwand. Also was macht man Sonntags? Richtig ins Krankenhaus.
Mit dem Taxi ging es vom Hotel los und die Kollegin vermittelte dann wo es am besten hin ging. Erdgeschoss war die „normale“ Notaufnahme und hier saßen und lagen schon etliche Leute herum. Ich dachte mir nur: Das kann ja lange dauern.
Allerdings war die „Internationale Notaufnahme“ im 3. Stock. Hier wurde an der Information erstmal netterweise mein Puls etc. gemessen. (Wartezeit: 30 Sekunden bis ich dran war)
Danach wurde es etwas nunja… verrückt.
Nachdem man den Puls wusste, wurde man zum Kassenschalter verwiesen.
Hier musste man einmal 5,5 RMB (rund 0,80€) in bar bezahlen.
Dafür erhielt man sein eigenes Pekinger Krankenhaus Buch.
Zum anderen 200 RMB (rund 28 Euro) für – nunja – das man weitermachen durfte.
Mit dieser Quittung ging es wieder zur Information, die uns in einen Raum um die Ecke verwies. Hier saß eine Ärztin ganz alleine in einem Behandlungsraum und langweilte sich…
Mit den Informationen ging es dann auf einen Stuhl mit Licht und die Behandlung fing an.
Es folgte ein wenig Smalltalk und die Medizin wurde notiert. Mit dieser Information ging es wiederrum zur Kasse. Dieses Mal sollte es 236,96 RMB (rund 34 Euro) kosten.
Hier war die Behandlung, Diagnose und Medizin inkludiert. Mit dieser Quittung wiederum ging es wieder zur Information, wo die eigene Behandlungskarte (in größe eines Führerscheins) in eine Box gelegt wurde. Diese Box schnappte sich sofort eine Mitarbeiterin und sauste los. Nach 3 Minuten Wartezeit überreichte Sie die Medizin.
Ich weiß jetzt nicht, ob es in Deutschland auch so kompliziert ist, aber nunja es ging alles sehr reibungslos und die Ärztin konnte sogar Englisch. Ob ich allerdings mit Englisch überhaupt so weit gekommen wäre, weiß ich allerdings nicht.
Nach dem schönen Start in den eigentlichen China Urlaub ging es zu einem künstlichen See (mit u.a. Motorbooten und Anglern) in ein Restaurant. Hier trafen wir eine Freundin und aßen ein paar „chinesische“ Sachen. Einiges war sehr lecker… anderes nunja… Geschmachssache.
Von da aus ging es zum Tian’anmen-Platz.
Nach einem kleinen Security Check wie am Flughafen durfte man den Platz betreten.
Zunächst sieht man eine Art Siegessäule. Diese wurde für die gefallenen Chineses bei Kriegen gefallen sind.
Eine Panoramaansicht von der Mitte des Platzes.
Von weiten kann man schon das Bild von Mao Tse Tung erkennen.
Auch die Chinesische Flagge darf natürlich nicht fehlen.
Nach ein paar Schnappschüssen ging es auch schon langsam weiter.
Es ging in das älteste Hotelkomplex in Peking welches 3 Hotels beinhaltet.
Hier wurde einem schon das halb leere / halb volle Glas nachgeüllt während man quasi noch absetzte. Service pur 😉
Ab da wurde es kurios. Die Freunding der Kollegin bestellt mit dem Handy ein Fahrzeug. Es ist eine Art Uber, welches bei uns ja noch nicht so ausgeprägt ist. Auch das bezahlen geht hier drüber. Und da denkt man, dass China nicht weit entwickelt ist…
Mit dem Taxi ging es dann in einen sehr alten Teil der Stadt zu einem der besten Peking Enten Restaurants.
Und dann hingen die Enten schon am Haken.
Beim Warten (man musste sich Nummern ziehen) liefen wir noch ein wenig durch die engen Gassen und was man hier nicht so alles sieht:
Dieses Kabel hing ca. 2 Meter über dem Boden.
Aber wieder zurück zum Essen:
Als Vorspeise gab es unter anderem:
Bohnen
Judasohren (eine Art Pilz die an Bäumen wächst)
Hühnerfleisch mit Erdnüssen, Lauch und Roten Bohnen.
Danach kamen noch 2 andere Freunde und der eigentliche Höhepunkt kam.
Die fertige Ente wurde zubereitet.
Das erste Resultat sah wie folgend aus:
Der erste Gang war nun, die losgelöste Haut (rechts auf dem Teller) mit etwas Zucker zu besteichen und dann zu essen.
Der Zweite gang kam schon etwas näher an Westliche Essgewohnheiten ran. Hier wurde eine Art Wrap zubereitet. Mit dem Fleisch und Gemüse und z.B. Knoblauch wurden die Wraps belegt und eingerollt. Sehr schmackhaft.
Für Hartgesottene gab es danach noch die Beine und das Gehirn zu essen.
Als letztes wurde aus den Resten noch eine Suppe aus den übriggebliebenen Knochen zubereitet:
Als Nachtisch gab es noch unterschiedliche Kompositionen von unterschiedlichen Bohnen.
Danach ging es wieder mit einen privaten Auto (Uber lässt grüßen) zum Hotel.
Ein Witz noch zum Abschluss über die öffentlichen Toiletten in China bzw. Peking (bis jetzt war ich noch nich in einer drinnen):
„In anderen Ländern findet man die Toiletten mit den Augen – in China mit der Nase“
In diesem Sinne: Gute Nacht


