Um 6 Uhr geht der Wecker. Nach 5 Stunden Schlaf machten wir uns schnell zum Frühstück auf, da ab 8 Uhr die Baustellenleute anfangen nur noch jede Stunde Autos durchzulassen.
Wieder an der Swallow Grotto angekommen suchten wir einen Parkplatz und meldeten uns beim Einlass zum Old Zhuilu Path als anwesend. Pro Tag dürfen nur 96 bzw am Wochenende 156 Kletterer diesen Weg gehen.
Zu groß ist die Gefahr, dass man sich gegenseitig die Klippen runterschubst.
Das Tor wird aufgeschlossen und es geht über die Hängebrücke über den Fluss Liwu.
Und von dort gibt es nur noch eine Richtung. Aufwärts.
Am Anfang noch mit Holzplanken als Stufen aber es ändert sich stetig zu Trampelpfad und dann zum Schluss zum Steinweg.
Zwischendurch gibt es noch Brücken zu überwinden.
Ganz oben angekommen führte nur noch ein schmaler Weg entlang des Abgrundes. 
Am Ende angekommen war dann erstmal „Sackgasse“. In einem kleinen Wald waren Bänke und eine Absperrung für den restlichen Weg. Ein Hangrutsch hat vor einigen Jahren den Weg unpassierbar gemacht. Schade eigentlich.
Also geht es den gesamten Weg wieder zurück.
Auf dem Rückweg kamen wir noch wieder an einigen Affen vorbei. Einer war etwas nervös und wollte wohl das Jungtier schützen. Also schnell weiter.
Nach der Hängebrücke vom Anfang muss man warten, bis man wieder raus gelassen wird und man wird ausgetragen. Wir waren wieder fast die letzten, auf Grund von Drohnenaufnahmen 🙂
Als wir am Auto ankamen tauschten wir erstmal die Schuhe und tranken etwas kaltes.
Denn der spannendste Teil sollte erst noch kommen.
Doch erstmal fuhren wir wieder Richtung „Eingang“ vom Nationalpark und gaben die Helme ab.
Danach fuhren wir noch zu einem Tempel, der allerdings gerade gesperrt ist.
Man beachte die Leute oben am Hang.
Nach diesem Tempel machte ich quasi den größten Fehler. Ich setzte mich durch, dass wir statt Weg am Meer den Weg durch die Berge machen sollten.
Quasi 3 Stunden gegen 6 Stunden (im Ende sollten es kanpp 7 1/2 Stunden werden).
Also erstmal den ganzen Nationalpark wieder zurück weiter durch die Berge.
Nach einigen kleinen Hütten kam auch noch ein Schild „Tankstelle geschlossen“.
Blick auf die Tanknadel: etwas unter halb.
Als ich den Weg geplant hatte, hatte ich natürlich die Tankstelle eingeplant zum Tanken.
Und jetzt? Nunja erstmal weiter. Zurück geht auch nicht mehr.
Während der Fahrt wurden dann Alternativen gesucht, die es aber nicht gab. Es gibt nur diese eine Route.
Aber dann kam ein kleiner Lichtblick. Etwas weiter auf dem Weg war noch eine Tankstelle eingezeichnet. Doch auch hier war die Freude von kurzer Dauer. Google ermahnte uns sympatisch wie es nur geht, dass die Tankstelle beim erreichen geschlossen hat.
Also was kann man machen? Tankstelle anrufen. Der Mann war wohl sehr nett und bat uns an, einen Kanister fertig zumachen und er wartet auf uns. Um 18 Uhr schaltet er die Zapfsäulen ab. Nun gut ein kleiner Lichtblick.
Also ohne Klima und schön langsam ging es mit dem Auto durch die Berge.
Zwischen 0 und 3000 Meter war jede Höhe dabei und ab einer gewissen Höhe setzte sich noch Nebel dazu.
Wenn man bedenkt, dass es links quasi senkrecht den Berg herunter geht… sehr schön.
Ab und an gab es auch noch Baustellen und aus der schönen Asphaltdecke wurde ein steiniger mit Schlaglöchern nur so durchsiebter Fahrbelag.
Und es wurde dunkel….
Nach einiger Zeit erreihten wir dann endlich die Tankstelle (es war 18:14).
Die Tankstelle war duster nur im Kassenhaus brannte hinter Jalousien Licht.
Wir klopften. Keine Reaktion.
Wir klopften fester. Keine Reaktion.
Durch die Jalousie sah man einen Mann am Schreibtisch sitzen.
Keine Reaktion.
Nach einem Anruf bewegte er sich endlich.
Er würde auf Klopfen nicht mehr reagieren….
Nagut verständlich aber in unserem Fall…. wir waren ja angekündigt.
Er gab uns den Kanister und verdrückte sich wieder in dem Haus.
Wir schütteten den Sprit ins Auto und freuten uns auf einen fast vollen Tank.
Währenddessen kam eine (mir suspekte) alte Frau die uns u.a. vor Nebel warnte und wir doch hier übernachten sollten.
Wir machten uns dennoch auf den Weg.
Wer schon einmal eine Bergstrecke im dunkeln mit Nebel gefahren ist, weiß wie gefährlich sowas sein kann.
Die Frau hatte also nicht unrecht mit dem Nebel, aber nach ein paar Stunden war der Nebel auch schon hinter uns und wir sahen wieder Zivilisation.
Nur noch ein bisschen und wir sind wieder in Taipei.
Nach wie gesagt 7 1/2 Stunden Bergfahrt mit nur links und rechts Kurven, erreichten wir das zu Hause und ich musste feststellen, dass ich sogar Blasen an den Fingerinnenseite hatte.
Was für eine Fahrt.
Müde fielen wir dann ins Bett.





