9. Tag oder: Taroko National Park Tag 2 oder: Schaffen wir es nach Hause?

Um 6 Uhr geht der Wecker. Nach 5 Stunden Schlaf machten wir uns schnell zum Frühstück auf, da ab 8 Uhr die Baustellenleute anfangen nur noch jede Stunde Autos durchzulassen.
Wieder an der Swallow Grotto angekommen suchten wir einen Parkplatz und meldeten uns beim Einlass zum Old Zhuilu Path als anwesend. Pro Tag dürfen nur 96 bzw am Wochenende 156 Kletterer diesen Weg gehen.
Zu groß ist die Gefahr, dass man sich gegenseitig die Klippen runterschubst.

Das Tor wird aufgeschlossen und es geht über die Hängebrücke über den Fluss Liwu.

Und von dort gibt es nur noch eine Richtung. Aufwärts.
Am Anfang noch mit Holzplanken als Stufen aber es ändert sich stetig zu Trampelpfad und dann zum Schluss zum Steinweg.
Zwischendurch gibt es noch Brücken zu überwinden.

Ganz oben angekommen führte nur noch ein schmaler Weg entlang des Abgrundes.

Am Ende angekommen war dann erstmal „Sackgasse“. In einem kleinen Wald waren Bänke und eine Absperrung für den restlichen Weg. Ein Hangrutsch hat vor einigen Jahren den Weg unpassierbar gemacht. Schade eigentlich.
Also geht es den gesamten Weg wieder zurück.

Auf dem Rückweg kamen wir noch wieder an einigen Affen vorbei. Einer war etwas nervös und wollte wohl das Jungtier schützen. Also schnell weiter.
Nach der Hängebrücke vom Anfang muss man warten, bis man wieder raus gelassen wird und man wird ausgetragen. Wir waren wieder fast die letzten, auf Grund von Drohnenaufnahmen 🙂

Als wir am Auto ankamen tauschten wir erstmal die Schuhe und tranken etwas kaltes.
Denn der spannendste Teil sollte erst noch kommen.

Doch erstmal fuhren wir wieder Richtung „Eingang“ vom Nationalpark und gaben die Helme ab.
Danach fuhren wir noch zu einem Tempel, der allerdings gerade gesperrt ist.
Man beachte die Leute oben am Hang.
Nach diesem Tempel machte ich quasi den größten Fehler. Ich setzte mich durch, dass wir statt Weg am Meer den Weg durch die Berge machen sollten.
Quasi 3 Stunden gegen 6 Stunden (im Ende sollten es kanpp 7 1/2 Stunden werden).

Also erstmal den ganzen Nationalpark wieder zurück weiter durch die Berge.
Nach einigen kleinen Hütten kam auch noch ein Schild „Tankstelle geschlossen“.
Blick auf die Tanknadel: etwas unter halb.
Als ich den Weg geplant hatte, hatte ich natürlich die Tankstelle eingeplant zum Tanken.
Und jetzt? Nunja erstmal weiter. Zurück geht auch nicht mehr.
Während der Fahrt wurden dann Alternativen gesucht, die es aber nicht gab. Es gibt nur diese eine Route.
Aber dann kam ein kleiner Lichtblick. Etwas weiter auf dem Weg war noch eine Tankstelle eingezeichnet. Doch auch hier war die Freude von kurzer Dauer. Google ermahnte uns sympatisch wie es nur geht, dass die Tankstelle beim erreichen geschlossen hat.
Also was kann man machen? Tankstelle anrufen. Der Mann war wohl sehr nett und bat uns an, einen Kanister fertig zumachen und er wartet auf uns. Um 18 Uhr schaltet er die Zapfsäulen ab. Nun gut ein kleiner Lichtblick.
Also ohne Klima und schön langsam ging es mit dem Auto durch die Berge.
Zwischen 0 und 3000 Meter war jede Höhe dabei und ab einer gewissen Höhe setzte sich noch Nebel dazu.
Wenn man bedenkt, dass es links quasi senkrecht den Berg herunter geht… sehr schön.
Ab und an gab es auch noch Baustellen und aus der schönen Asphaltdecke wurde ein steiniger mit Schlaglöchern nur so durchsiebter Fahrbelag.
Und es wurde dunkel….
Nach einiger Zeit erreihten wir dann endlich die Tankstelle (es war 18:14).
Die Tankstelle war duster nur im Kassenhaus brannte hinter Jalousien Licht.
Wir klopften. Keine Reaktion.
Wir klopften fester. Keine Reaktion.
Durch die Jalousie sah man einen Mann am Schreibtisch sitzen.
Keine Reaktion.
Nach einem Anruf bewegte er sich endlich.
Er würde auf Klopfen nicht mehr reagieren….
Nagut verständlich aber in unserem Fall…. wir waren ja angekündigt.
Er gab uns den Kanister und verdrückte sich wieder in dem Haus.
Wir schütteten den Sprit ins Auto und freuten uns auf einen fast vollen Tank.

Währenddessen kam eine (mir suspekte) alte Frau die uns u.a. vor Nebel warnte und wir doch hier übernachten sollten.

Wir machten uns dennoch auf den Weg.

Wer schon einmal eine Bergstrecke im dunkeln mit Nebel gefahren ist, weiß wie gefährlich sowas sein kann.

Die Frau hatte also nicht unrecht mit dem Nebel, aber nach ein paar Stunden war der Nebel auch schon hinter uns und wir sahen wieder Zivilisation.
Nur noch ein bisschen und wir sind wieder in Taipei.

Nach wie gesagt 7 1/2 Stunden Bergfahrt mit nur links und rechts Kurven, erreichten wir das zu Hause und ich musste feststellen, dass ich sogar Blasen an den Fingerinnenseite hatte.
Was für eine Fahrt.

Müde fielen wir dann ins Bett.

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8. Tag oder: Taroko National Park Tag 1

Heute morgen ging der Wecker mal wieder zu früh.
Nach einem reichhaltigen Frühstück checkten wir aus und holten das Auto 2 Blocks entfernt auf dem kostenlosen Hotelparkplatz ab.
Dann hieß es noch einmal gut 40 Min fahren um den Eingang zum Nationalpark zu erreichen.Somit ging es endlich die schmale Straße durch den Nationalpark.
Nach einigen 100 Metern dann schon der erste Halt.
Hier ist die Kostenlose Helmvermietstation.
Anscheinend fallen hier ab und zu mal Felsstücke runter.

Und dann gehts endlich los. Durch und über unzählige Tunnel, Brücken, in Felsen gehauene Tunnel und sehr nah am Abrund schlängelt sich die Straße durch die Schluchten.
Immer wieder hat man die Möglichkeit anzuhalten und die Aussicht zu genießen, die hinter jeder Kurve anders ist.
Bestehen die Felsen am Anfang noch aus hellem Stein wird es im Inneren dunkler.
Der erste große Stop ist an der Swallow Grotto, von der u.a. auch der Old Zhuilu Trail, den wir morgen geplant haben, abgeht.
Immer wieder sieht man auf dem weiteren Verlauf was die Natur in Millionen von Jahren mit Hilfe des Wassers vollbracht hat. Aber auch die Arbeit von Menschen ist beeindruckt, in dieser Gegend eine Straße zu bauen.
Ein weitere Halt unter anderem war direkt vor dem nächsten Hotel bzw. Hostel welches wir für die nächste Nacht gebucht hatten.
Der Xiangde Temple.

Über eine Brück erreicht man, da der Temple auf einem Bergvorsprung steht, etliche Treppen und oben angekommen erneut Treppen…
Der Temple besteht aus einer Pagode, einem Haupttempel, zwei goldenen Statuen und einem weißen Buddha. Kurz bevor wir eincheckten, entdeckten wir noch einen (noch/immer noch) gesperrten Trail zu wohl heißen Quellen. Von anderen Stellen, sah man wie Leute dort unten in Badehosen im Wasser lagen.
Also gingen wir der Sache einmal auf den Grund.
Der letzte Part runter zum Fluss war nur mit einem Seil gesichert und sehr steil und rutschig. Da es schon kurz vor Sonnenuntergang war, gingen wir den Weg wieder zurück.
Auf dem Weg trafen wir noch einen Affen, der neugierig und doch zurückhaltend uns beobachte.
Auch am Hotel war ein Affe sehr weit vorgedrungen und saß auf der Treppe.

Das Hostel war eigentlich sehr gut und wir hatten 4 Betten und Bergblick.
Das Hostel bot noch Abendessen in Form von All-You-Can-Eat Buffet an und ein Bühnenprogramm mit Singen von Einheimischen „Aboriginals“.

Danach war es aber Zeit fürs Bett, denn auch morgen geht der Wecker wieder sehr früh, da im Moment Baustellen auf der Strecke sind und nur einmal pro Stunde Autos durchgelassen werden.
Morgen steht die eigentliche „Wanderung“ hier an. Mal sehen wie schwer es wird.

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7. Tag oder: Ostküste Taiwan

Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Kenting und dem Hotel.
Hualien war der nächste Halt.
Das Navi sagte: 268 km und 5 Stunden 40 Minuten. Und nein Google ist nicht kaputt. Am Ende brauchten wir (es gab keinen Stau) ca 6 Stunden und 20 Minuten.

Auf dem Weg kamen wir an der 8 Drachenbrücke vorbei.
Was man mitnehmen kann, soll man mitnehmen. Also raus aus dem Auto und über die Brücke. Wind wieder so bei ca. 120km/h aber das sind wir ja gewöhnt.

Am Anfang gab es einen Steinstrand zu betrachten, der aber auf Grund von dem heftigen Wind nur kurz auszuhalten war.

Also gingen wir weiter über die Brücke und über das tobende Meer.
Hinter der Brücke ist es dann wieder etwas windstill und es geht über Planken durch einen Wald.
Dahinter türmte sich dann der erste Berg und dahinter ein weiterer von der Insel in die Höhe.
Ein Rundweg sollte eigentlich um beide Berge führen. Hinter dem zweiten Berg ging es zunächst etliche Stufen auf den Berg zu einem Leuchtturm.

Von da dann allerdings nur mit einem Seil gesichert weiter runter. Das haben wir uns auf Grund des Sturms und auch aus Zeitmangel geschenkt.

Ein paar Impressionen von der Insel.
Auf halben Weg gibt es auch noch eine Höhle.
Allerdings ist diese so stockfinster, dass selbst die Handytaschenlampen nichts gebracht haben. Zusätzlich warnt noch ein Schild vor giftigen Schlangen.
Nach der Begegnung gestern am anderen Leuchtturm in Hellen, beschlossen wir, die Höhle nicht zu betreten.
Wer eine Postkarte so rein zufällig dabei hat, kann diese seit Anfang des Jahres auch auf der Insel einwerfen.
Zum Schluss noch ein passendes Bild bzgl. Felsen die herunter fallen könnten:
Wieder über die Brücke und es war so spät, dass wir die Letzten vor Ort waren.
Und weiter Richtung Norden nach Hualien.

In Hualien erreichten wir das Hotel gegen 20:30.
Nachdem das Einchecken vollzogen war, gingen wir auf den Hualien Nightmarket.
Leider waren einige Stände schon geschlossen und es war relativ wenig los.
Auch die Bühne sah sehr verlassen aus.

Nachdem ich ein paar Schüsse mit der Softair geschossen habe (und ein lausiges USB Kabel bekommen habe :D) aßen wir noch etwas und gingen zurück zum Hotel.
Morgen hieß es mal wieder früh aufstehen um endlich in den Taroko Nationalpark zu gelangen.

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6. Tag oder: Es windet sehr in Kenting

Heute hieß es wieder früh raus und zum Frühstück.
Nach der Stärkung gingen wir erstmal zum Hoteleigenen Strandabschnitt.
Man merkt es ist keine Hochsaison, denn alle Liegen (bis auf 2) waren frei.

Also wieder zurück und ins Auto. Noch weiter südlich.
Was Key West für die USA ist, ist der Southern Point der für Taiwan.
Dahinter kommt noch ein kurzes Stück Land, aber wir wollen ja nicht so sein 😉

Nach dem südlichsten Punkt fuhren wir erstmal wieder Richtung Norden, allerdings an der Ostküste entlang, zum Longpan Park.

Hier gab es in der Vergangenheit mal „Wüste“, dies ist aber nun mehr und mehr abgetragen worden. Wieso?

Hier ist Dauerwindstufe gefühlt 120 km/h.
Etwas weiter in Norden kamen wir dann in ein kleines „Dorf“.
Dort gibt es die Gangkou Suspension Bridge.
Für 20 NTD (ca 59 cent) kann man rüber auf die andere Uferseite und über Planken einen Rundweg machen.
Auch zum Stand kommt man von hier.
In dem kleinen Dorf gab es noch eine Stärkung und es ging wieder Richtung Süden zum Leuchtturm.
In dem angrenzenden Park kann man noch etwas rumgehen und oh wunder, die Tafeln haben ja schon gewarnt, plötzlich liegt eine Schlange auf dem Boden. Zuerst ganz still und als sie uns bemerkt hat, reckte sie den Kopf und war, zum Glück, schon weg.
Den Weg sparten wir uns dann und gingen einen anderen Weg zum Auto.

Im Hotel angekommen, testeten wir kurz den Pool.

Danach fuhren wir in die Innenstadt von Hengchun was so quasi die nächst größere Stadt ist.
Hier gab es Abendessen in einer Küche und Vorgehensweise, die es wohl in Deutschland nicht geben wird.
Aber es war köstlich, sous vide gekochtes und mit einem Bunsenbrenner gebratenes, Fleisch.
Gestärkt liefen wir noch durch die Stadt, vorbei u.a. an einem alten Tor und einem LG Shop. Ob LG das weiß?

Morgen geht es auch schon wieder weiter Richtung Norden. Nach Hualien.

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5. Tag oder: Urlaub im Urlaub

Wie gestern schon angesprochen. Heute treffen wir ehemalige Japansprachkursteilnehmer und es gibt ein Mittagessen beim „Italiener“. Ok es gibt Pizza und anderes.
Als die letzten Sachen gepackt sind (2 Rucksäcke, 1 Handgepäckkoffer und eine Tasche) fiel uns auf, dass das doch ein bisschen viel ist. Aber was sollst. Erstens ist es nur bis zum Restaurant und dann zur Bahn, denn danach haben wir ein Auto und zweitens nehmen Wanderschuhe (zumindest bei mir mit Schuhgröße 47) viel Platz in Anspruch.
Zudem haben wir einen Laptop, Tablet, Drohne, GoPro und diverse Kabel und Halterungen im Gepäck.
Natürlich will die Badehose und die T-Shirts auch irgendwo hin.
Also ging es für etwas mehr als eine Stunde vollgepackt in den Bus zum Restaurant.

Da wir das Essen vorbestellt hatten, kam es relativ schnell, allerdings in einer für mich nicht nachvollziehbaren Reihenfolge.
Tina’s Hauptgang kam z.B. vor der Vorspeise.

Aber gut am Ende passte alles und meine Pizza war auch noch warm 😉
Von dort nahmen wir dann ein Taxi zur nächsten HighSpeed Trainstation (Nangang Station). Eigentlich wollten wir zur noch näheren Taipei Mainstation, doch einer meinte beim Mittagessen, es sei besser zur Nangang zu fahren, da dort der Zug anfängt. Wie Recht er hatte…

Wir nahmen den Zug um 15:40 und nach kurzer Zeit erreichten wir Taipei Main Station.
Die Leute ballten sich schon auf dem Bahnsteig und wir waren froh, schon einen Sitzplatz zu haben.

Knapp 2 Stunden später erreichten wir Kaohsiung und der alt bekannte Weg führte uns zu dem Leihwagen.

Mit diesem fuhren wir nun weiter Richtung Süden nach Kenting.
Auf dem Weg dorthin kamen wir am Chuhuo vorbei.
Hier strömt Gas aus der Erde und es brennt unaufhörlich.
Da es schon stockfinster war, sah man das Feuer natürlich besonders gut.
Was sehr lustig ist, Schilder weisen darauf hin, dass u.a Feuerwerk verboten sei.
Auf dem Parkplatz wird es aber verkauft. Nunja…

Von dort ging es dann etwas weiter südlich zum Hotel.
Das Hotelzimmer bestand aus dem Bad mit Trennwänden, 2 Betten und einem Garten sowie Jacuzzi.

Morgen wird dann Kenting etwas unsicher gemacht und evtl. die Drohne mal endich ausgepackt.

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